ausstellung

Im Mai wird im Stadtteilzentrum im Ribbeck-Haus eine Ausstellung zur Geschichte der Berliner Mauer im Märkischen Viertel eröffnet. Gezeigt werden historische Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht der Blick auf den ehemaligen Grenzstreifen und seine Bedeutung für den Alltag im Viertel.

Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten. Sie widmet sich dem Leben in Ost und West während der Zeit der Teilung. Für das Märkische Viertel bedeutet das eine Auseinandersetzung mit einem Ort, der von Beginn an in direkter Nähe zur Grenze lag. Von vielen Wohnungen aus war der Blick auf den Todesstreifen möglich. Gleichzeitig spielte die Mauer im Alltag vieler Menschen eine unterschiedliche Rolle, je nach Lebenssituation und Generation.

Für die Ausstellung wurden verschiedene Bildquellen zusammengeführt. Neben offiziellen Aufnahmen, unter anderem aus Beständen der Staatssicherheit, sind auch private Fotos aus dem Märkischen Viertel zu sehen. Diese wurden über längere Zeit gesammelt, bearbeitet und für die Ausstellung aufbereitet. Einige dieser Bilder zeigen die Mauer nur am Rand, andere rücken sie in den Mittelpunkt. Gerade diese Gegenüberstellung macht sichtbar, wie unterschiedlich Wahrnehmung und Dokumentation sein können.

Kuratiert wird die Ausstellung von der Historikerin Elena Demke gemeinsam mit dem Viertelreporter Lux. Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag, den 19. Mai 2026 um 17 Uhr im Stadtteilzentrum im Ribbeck-Haus am Senftenberger Ring 54 statt. Begrüßt wird das Publikum von der Leiterin des Hauses, Sandra Sapiatz. Die Einführung und Moderation übernimmt Elena Demke.

Im Anschluss ist die Ausstellung bis zum 3. Oktober 2026 im Stadtteilzentrum zu sehen. Sie wird ergänzt durch weitere Veranstaltungen im Mai, darunter Kiez Spaziergänge und ein Filmabend, die unterschiedliche Perspektiven auf das Märkische Viertel während der Teilung aufgreifen.

Die Ausstellung zeigt, wie nah große politische Geschichte und persönlicher Alltag im Märkischen Viertel beieinander lagen. Sie macht sichtbar, dass Erinnerung nicht nur aus offiziellen Bildern besteht, sondern auch aus dem, was Menschen selbst festgehalten haben.

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