Saisonstart an der Toolbox im Märkischen Viertel

toolbox saisong

Nach der Winterpause ist die Toolbox am Skateplatz im Senftenberger Ring wieder zurück. Am 5. Juni startete das Team von Gangway in die neue Saison. Schon kurz nach der Eröffnung zeigte sich, wie fest das Angebot zum Märkischen Viertel gehört.

Während des gesamten Nachmittags kamen Kinder und Jugendliche zur Toolbox. Roller wurden gegen Fahrräder getauscht, Skateboards gegen Scooter und kleinere Reparaturen durchgeführt. Selbst kurz vor Feierabend standen noch Kinder am Container, um sich Fahrgeräte auszuleihen oder mit dem Team ins Gespräch zu kommen.

Wer die Toolbox zum ersten Mal besucht, merkt schnell, dass es hier um weit mehr geht als um einen Verleih. Im Container befinden sich Werkzeuge, Flickzeug, Schutzausrüstung, Bälle, Schläger, Spiele und viele weitere Dinge, die kostenlos genutzt werden können. Zum Angebot gehören unter anderem Einräder, Waveboards, BMX Räder und sogar kleine Tischtennisplatten. Die Idee stammt von den Jugendlichen selbst. Heute ist daraus ein Angebot entstanden, das weit über einen reinen Verleih hinausgeht.

Besonders auffällig ist das Miteinander rund um die Toolbox. Viele Jugendliche übernehmen Verantwortung für den Platz und gehen sorgfältig mit dem Angebot um. Wer neu dazukommt, bekommt Unterstützung. Konflikte werden oft direkt innerhalb der Gruppe geklärt. Man hat nicht das Gefühl, dass hier Erwachsene Regeln für Jugendliche aufstellen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Jugendlichen den Platz aktiv mitgestalten.

Bei der Saisoneröffnung waren unter anderem Cem, Katharina mit Hündin Pixie und Murat vor Ort.

Einen besonderen Bezug zum Märkischen Viertel hat auch Murat. Er begleitet die Straßensozialarbeit seit vielen Jahren und erlebt mittlerweile die dritte Generation junger Menschen, die die Angebote von Gangway nutzt. Er kennt das Märkische Viertel seit Jahrzehnten und begleitet heute junge Menschen in demselben Viertel, in dem er selbst aufgewachsen ist.

Wer den Nachmittag an der Saisoneröffnung miterlebt hat, konnte sehen, warum dieses Angebot seit Jahren funktioniert. Die Jugendlichen kommen nicht nur wegen der Roller, Fahrräder oder Skateboards. Der Nachmittag vermittelte auch den Eindruck, dass die Toolbox für viele ein fester Anlaufpunkt im Viertel geworden ist. Das liegt nicht allein am Container, den Fahrgeräten oder dem Werkzeug. Es liegt an den Jugendlichen selbst, die den Ort nutzen und mitgestalten. Und an einem Team, das Woche für Woche zeigt, wie wichtig kontinuierliche Arbeit direkt im Kiez sein kann.

Murat betonte dabei mehrfach, dass die Toolbox nicht einfach ein Gangway Projekt sei. Sie gehöre den Jugendlichen. Genau das war an diesem Nachmittag spürbar.

Mehr zur Arbeit von Gangway und zur Geschichte der Toolbox findest du in unserem Hintergrundbeitrag.

Ein besonderer Dank gilt dem Team von Gangway für die Einblicke in die Arbeit und die Zeit, die es sich für unsere Fragen genommen hat. Besonders für die Offenheit, mit der über die eigene Arbeit gesprochen wurde.

Foto/Videomaterial: Viertelreporter Kiez im Visier.

VonLux

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