Im Mai wird im Stadtteilzentrum im Ribbeck-Haus der DDR Film „Mord im Märkischen Viertel“ gezeigt. Der Film entstand 1975 als DEFA Produktion und spielt im West Berliner Märkischen Viertel. Für die Dreharbeiten durfte ein DDR Filmteam damals sogar direkt vor Ort filmen.
Im Mittelpunkt steht die Darstellung sozialer Probleme im West Berlin der 1970er Jahre. Gezeigt werden Konflikte, Kriminalität und gesellschaftliche Spannungen aus Sicht der DDR Propaganda. Dabei entstehen Bilder vom Märkischen Viertel, die bewusst zugespitzt wirken. Unter anderem spielt Henry Hübchen einen überforderten Sozialarbeiter.
Der Filmabend gehört zur Reihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED Diktatur. Im Anschluss an die Vorführung soll auch darüber gesprochen werden, wie das Märkische Viertel damals dargestellt wurde und wie Bewohner ihr Viertel selbst erlebt haben.
Termin:
Donnerstag, 21. Mai 2026 um 17 Uhr
Ort:
Stadtteilzentrum im Ribbeck-Haus
Senftenberger Ring 54
13435 Berlin
Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung ergänzt die Ausstellung zur Berliner Mauer im Märkischen Viertel sowie die Kiez Spaziergänge entlang des ehemaligen Grenzstreifens. Dabei geht es nicht nur um historische Ereignisse, sondern auch um die Frage, wie ein Stadtteil von außen betrachtet und medial dargestellt wurde.
