untion hilfswerk mobilität

Am Dienstag, 1. September 2026, hat der Mobilitätshilfedienst Reinickendorf des Unionhilfswerks sein vierzigjähriges Bestehen an der VIERTEL BOX im Märkischen Viertel gefeiert. Von 14 bis 17 Uhr kamen Mitarbeitende, frühere Wegbegleitende, Gäste aus Bezirk und Senatsverwaltung sowie Menschen aus dem Umfeld des Dienstes zusammen.

Zu den Gästen gehörten Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner, der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen, Ulrike Hinrichs aus der Geschäftsführung des Unionhilfswerks, Kathrin Stutenbecker von der zuständigen Senatsverwaltung und Helene Böhm von der GESOBAU. Vor Ort führte Ursula Illies als Projektleiterin des Mobilitätshilfedienstes Reinickendorf durch den Nachmittag.

Der Dienst richtet sich an ältere Menschen ab 60 Jahren, die ihre Wohnung wegen einer Mobilitätseinschränkung nicht mehr ohne Unterstützung verlassen können. Begleitet wird zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Rollstuhl. Dazu gehören Wege zum Einkauf, zu Terminen, zu Besuchen, zu Spaziergängen sowie Blindenbegleitung und Treppentransporte.

Einen kleinen Einblick, was diese Arbeit bedeutet, konnten Besuchende auf dem Platz bekommen. Es gab einen Rollstuhlparcours, eine Übung zur Begleitung mit abgedeckter Sicht und eine Vorführung des scalamobil, eines Treppensteiggeräts für Rollstühle. Auch das Rikscha Mobil Märkisches Viertel war vor Ort und fuhr Interessierte über den Platz. Dazu gab es Gespräche, Infomaterial, Getränke, Kuchen und Kekse.

Ein Schätzspiel griff die Arbeit des Dienstes auf. Gefragt wurde, wie viele Einsatzpunkte der Mobilitätshilfedienst Reinickendorf vom 1. September bis 31. Dezember 2025 geleistet hat. Die Antwort wurde später bekanntgegeben. Es waren 5552. Die Zahl zeigt, wie häufig der Dienst im Alltag gebraucht wird.

Das Angebot wird durch die Senatsverwaltung gefördert. Für regelmäßige Nutzung wird eine Eigenbeteiligung erhoben. Seit 2026 liegt sie bei 50 Euro im Kalenderhalbjahr, ermäßigt bei 25 Euro. Der Reinickendorfer Standort des Unionhilfswerks ist am Wilhelmsruher Damm 116 erreichbar, Telefon 030 644 97 60 70, per Mail an mhd.rdf@unionhilfswerk.de. (berliner-mobilitaetshilfedienste.de)

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Wege vermeiden. Unsicherheit im Verkehr, Gleichgewichtsstörungen, Angst vor Stürzen oder fehlende Kraft können dazu führen, dass jemand kaum noch aus der Wohnung kommt. Die Mobilitätshilfe setzt dort an, wo ein kurzer Weg im Alltag ohne Begleitung nicht mehr gelingt.

Nach vierzig Jahren bleibt der Dienst für Reinickendorf und das Märkische Viertel eine wichtige Unterstützung. Manchmal geht es um einen Arzttermin, manchmal um einen Einkauf oder einen Besuch. In jedem Fall geht es darum, dass Menschen nicht allein an einer Treppe, an einem Weg oder an fehlender Begleitung scheitern.

Mehr Informationen findet ihr hier: https://www.unionhilfswerk.de/angebote/beratung-unterstuetzung/mobilitaetshilfedienste/

ByLux

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