Leser Conrad war beim Joggen am Nordgraben unterwegs, als ihm eine Menge Müll auffiel. Zwischen Bäumen und Wasser lagen Verpackungen und andere Abfälle. An einem Ort am Rand des Märkischen Viertels, den er zum Verweilen und Fotografieren schätzt, besonders im Herbst.
Zum Einsammeln hatte er an diesem Tag nichts dabei. Er lief weiter. Doch als er sich zu Hause seine Fotos ansah, blieb es nicht beim Gedanken an die Aufnahmen. Gemeinsam mit seiner Tochter entstand die Idee, noch einmal hinzugehen und den Platz sauber zu machen.
Seine Tochter hatte Ferien. Die beiden nutzten die Gelegenheit und kehrten am nächsten Tag mit einer großen Mülltüte und einem Greifer zurück. Sie sammelten die Abfälle auf dem Platz ein und räumten auch direkt unten am Wasser auf. Auf den Bildern lässt sich verfolgen, wie der verstreute Müll verschwindet und sich der blaue Sack füllt. Sie hatten sich spontan entschieden, selbst anzupacken. Den gesammelten Müll entsorgten sie anschließend privat.
Conrad hielt die gemeinsame Aktion mit einer Drohne fest und stellte das Video uns Viertelreportern zur Verfügung. Die Aufnahmen zeigen die beiden beim Aufräumen und den Nordgraben zwischen den herbstlichen Bäumen. Du findest Conrad auf Instagram unter @mortelcs87.
Niemand sollte den Müll anderer wegräumen müssen, um einen Platz am Wasser genießen zu können. Trotzdem haben sich hier zwei Menschen Zeit für etwas genommen, das sie nicht verursacht hatten. Davon haben auch diejenigen etwas, die morgen dort sitzen werden und gar nicht wissen, wer aufgeräumt hat.
Danke euch beiden fürs Aufräumen und dafür, dass wir eure Aktion hier zeigen dürfen.
