Wenn ein Fest mehr ist als ein Programmpunkt
Am 14. Juni zeigte das Stadtteilzentrum Ribbeck-Haus am Senftenberger Ring 54 wieder einmal, wie wichtig solche Orte für die Nachbarschaft im Märkischen Viertel sind. Das Fußballfest mit anschließendem Public Viewing brachte Kinder, Jugendliche, Familien, ältere Besucherinnen und Besucher und viele Helfende zusammen. Auf dem Gelände wurde gegessen, gebastelt, getanzt, gespielt und später gemeinsam Fußball geschaut.
Schon am Nachmittag kamen viele Menschen aus der direkten Umgebung und aus anderen Teilen des Viertels. Unter den Pavillons standen Bänke, Tische, Essensstände und Mitmachangebote. Kinder warteten an den Stationen, Familien suchten sich Plätze, Helfende erklärten Abläufe und immer wieder kamen neue Besucherinnen und Besucher dazu.












Ein besonderer Anziehungspunkt war der MV Kindertrikot-Druck. Kinder konnten sich ein Trikot mit eigenem Namen und Lieblingszahl wünschen. Die Nachfrage war so groß, dass sich zeitweise eine lange Schlange durch das Haus bildete. Der Drucker streikte allerdings von Anfang an. Der Versuch, das Problem vor Ort zu lösen, brachte leider keinen Erfolg. Trotzdem wurde das Angebot nicht beendet. Die Wünsche der Kinder wurden aufgenommen. Die Trikots werden nachgedruckt und können am Dienstag, den 16. Juni ab 16:00 Uhr abgeholt werden.



Neben dem Trikotdruck gab es weitere Angebote für Kinder und Familien. Das Arabische Berliner Tor e.V. war mit Schminken und Henna vor Ort. Mariam bot das Basteln von Handy Schlafsäckchen an. Organisiert wurde dieses Angebot von der Familienlotsin der Einrichtung Horizonte.









Eine Hip Hop Jugendtanzgruppe aus dem Atrium trat auf. Sara Krüger von BENN im MV hatte die Gruppe für die Veranstaltung gewonnen. Trainerin Dilan war vor Ort als verantwortliche Ansprechperson der Gruppe. Auch das Essen gehörte zu den Punkten, an denen sichtbar wurde, wie viel Einsatz hinter dem Fest steckte. Am Grill, bei den Waffeln und an der Getränkeausgabe standen Helfende über Stunden bereit. Sie bereiteten vor, gaben aus, füllten nach, beantworteten Fragen und blieben trotz wechselhaftem Wetter und langen Schlangen zugewandt. Für Musik sorgte Kalle mit der Kitarre.







BENN im MV war ebenfalls beteiligt. Beim Halbzeitquiz konnten Menschen mitmachen und ihr Wissen testen. Zusätzlich gab es Beteiligungsfragen zum Märkischen Viertel und zum Waschhaus im Stadtteilzentrum Ribbeck-Haus. Gefragt wurde unter anderem, für wen das Waschhaus künftig Angebote machen soll, wovon es im Märkischen Viertel mehr geben sollte und wofür das Waschhaus am liebsten genutzt werden würde. Neben vorgegebenen Antwortmöglichkeiten konnten eigene Wünsche eingebracht werden. Die Rückmeldungen sollen in die weitere Planung einfließen.








Am Abend ging es mit dem Public Viewing weiter. Im Waschhaus wurde das Fußballspiel auf Leinwand gezeigt. Weil das Interesse groß war, wurde draußen zusätzlich ein Monitor unter einem Unterstand aufgebaut. Auch dort saßen Menschen auf Bänken und schauten gemeinsam weiter. Das Fest war nicht auf einen einzelnen Raum beschränkt, es verteilte sich über das Haus und den gesamten Außenbereich.

Ich, Lux, habe während der Veranstaltung mit mehreren Besuchern gesprochen und gefragt, wie sie den Tag wahrnehmen. Viele beschrieben das Fest nicht einfach als nette Veranstaltung, sondern als wichtigen Termin in der Umgebung. Eine Besucherin sagte es wortwörtlich: „Dieses Fest ist hier ein Highlight.“
Natürlich gab es Dinge, die nicht perfekt liefen. Das Wetter konnte niemand ändern. Technik kann ausfallen. Ein Drucker kann streiken. Eine Musikanlage kann zu leise sein. Wer organisiert, sieht solche Punkte zuerst. Wer zu Besuch war, nahm vor allem wahr, dass sich gekümmert wurde, dass niemand weggeschickt wurde und dass improvisiert wurde, wenn etwas nicht geklappt hat.



Deshalb ist dieser Beitrag auch ein Dank an alle, die mitgewirkt haben. An Sandra Sapiatz, die Leitung des Stadtteilzentrums Ribbeck-Haus, an die Menschen in der Vorbereitung, an die beteiligten Organisationen, an die Helfenden an den Ständen und an diejenigen, die am Ende Tische getragen, aufgeräumt oder abgewaschen haben. Solche Arbeit sieht man nicht immer auf den ersten Blick, aber ohne sie hätte das Fest nicht so funktioniert.
