Im Park am Mittelfeldbecken hängt seit Monaten eine beschädigte Laterne über dem Weg. Der Lampenkopf ist gelöst und neigt sich deutlich nach unten. Am Mast ist Absperrband angebracht. Eine Reparatur ist bislang nicht erfolgt.
Auf dem Weg sind täglich viele Menschen unterwegs. Eine Leserin hat uns bereits im vergangenen Jahr mehrfach auf den Schaden hingewiesen. Nach ihren Angaben wurde die Laterne nach einem Sturm beschädigt. Sie meldete den Vorfall unter anderem beim Ordnungsamt, bei Stromnetz Berlin und später auch bei der Polizei. Zwischenzeitlich wurde der Bereich mit Band gesichert. Auch nachdem wir den Schaden selbst erneut gemeldet haben, steht der Mast weiterhin in diesem Zustand, eine Instandsetzung des Lampenkopfes ist bislang nicht erfolgt.
Hinzu kommt ein weiterer Fall am Senftenberger Ring. Dort wurde eine Leuchte nach einem herabgefallenen Ast stark beschädigt. Der Lampenkopf fehlt vollständig. Der Mast steht nicht mehr im ursprünglichen Winkel, sondern wirkt sichtbar verschoben. Eine Laterne weiter wurde eine zusätzliche kleine LED Leuchte angebracht, vermutlich weil die beschädigte und abgeknickte Leuchte außer Betrieb genommen wurde und der Bereich sonst zu dunkel wäre. Eine grundlegende Reparatur ist bislang auch dort nicht erfolgt.


Beide Fälle zeigen ein ähnliches Muster. Schäden werden gemeldet. Provisorische Maßnahmen erfolgen. Eine dauerhafte Instandsetzung bleibt aus. Für Außenstehende ist nicht erkennbar, welche Stelle letztlich verantwortlich ist und warum sich die Reparatur über Monate hinzieht.
Die Zuständigkeiten im öffentlichen Raum sind oft zwischen Bezirk, Land Berlin und beauftragten Unternehmen verteilt. Für Anwohnende ist schwer nachvollziehbar, wo und wieso ein Vorgang liegen bleibt. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie lange ein solcher Zustand akzeptiert wird, wenn eine mögliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann.
Uns ist bewusst, dass es im Bezirk viele dringende Themen gibt. Dennoch gehören auch funktionierende und sichere Beleuchtungsanlagen zum Alltag im Viertel. Wenn beschädigte Masten über längere Zeit nicht instand gesetzt werden, entsteht Unsicherheit darüber, wie mit bekannten Mängeln umgegangen wird.
Wir werden uns deshalb zunächst an lokalpolitische Vertreter im Märkischen Viertel wenden und nachfragen, ob die Fälle bekannt sind, wo die Zuständigkeit liegt und welche Schritte vorgesehen sind. Ziel ist nicht, jemanden öffentlich unter Druck zu setzen, sondern Klarheit zu bekommen, wie solche Schäden künftig zügiger bearbeitet werden können.
Bevor etwas passiert, sollte geklärt sein, wer handelt. Genau dafür sind wir als Viertelreporter da.
