Vernissage von „MV KANN KUNST“ – ein Abend voller Begegnungen

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Gestern Abend, am 28. August, hat die Ausstellung „MV KANN KUNST“ im Märkischen Zentrum ihre Türen offiziell eröffnet. Schon vor Beginn standen die ersten Gäste vor dem Schaufenster, viele von ihnen selbst beteiligt, als Künstlerinnen und Künstler, als Unterstützende, oder als Menschen, die uns historische Fotos für die „Zeitreise im Märkischen Viertel“ überlassen haben. Der Raum füllte sich schnell, und aus einer leisen Neugier wurde bald ein lebendiges Miteinander.

Mit dabei waren unter anderem Herr Michael Dietmann und Frau Hoffmann, die beide Fotos aus ihrer Kindheit beigesteuert und neu ins Heute gesetzt haben. Ihre Bilder sind Teil der Ausstellung, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. Frau Böhm hielt eine kleine Rede und auch ich (Lux) durfte Dank aussprechen, an alle, die ihre privaten Erinnerungen mit uns geteilt haben. Denn jedes Foto öffnet Türen in Gedanken, die längst verschlossen schienen.

Die Ausstellung zeigte an diesem Abend noch einmal, worum es eigentlich geht. Kunst kann nicht die alltäglichen Sorgen lösen, die viele Menschen im Viertel haben. Aber sie schafft einen Ort, an dem Erinnerungen geteilt werden, ein Raum, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Sie verleiht einem leerstehenden Laden im Märkischen Zentrum für zwei Monate ein neues Gesicht und gibt sogar dem Bauzaun mit den Zeitreise-Fotografien einen Sinn, der über das Bauen hinausgeht.

Es waren bewegende Stunden, in denen Tränen genauso Platz hatten wie Lächeln. Manche Besucher erkannten Straßenecken aus ihrer Kindheit wieder, andere erzählten Geschichten, die sie längst vergessen glaubten. Am Ende blieben wir im kleinen Kreis noch länger zusammen, bei Sekt, bei Essen, bei Gesprächen, die spürbar nachwirkten.

Bis zum 28. Oktober 2025, immer dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr sind die Türen geöffnet und laden ein, die künstlerischen Stimmen des Viertels zu entdecken. Wo? Im ehemaligen Partyland im Märkischen Zentrum.

Mitgewirkt haben zahlreiche Einrichtungen und Initiativen aus dem Märkischen Viertel, darunter das Netzwerk Märkisches Viertel, FACE-Familienzentrum, BENN im MV, die GESOBAU AG, Albatros Social, das Stadtteilzentrum Ribbeck-Haus, die Chance gGmbH und natürlich wir, die Viertelreporter.

Wer den Weg dieser Ausstellung nachvollziehen möchte, findet hier die beiden Beiträge, aus denen alles gewachsen ist:

👉 Ankündigung zur Eröffnung der Ausstellung
👉 Künstlerisch gestaltete Bilder aus dem Märkischen Viertel – unsere Sammlung seit Jahren
👉 Zeig deine Werke – Aufruf zur Ausstellung
👉 Sammlung historischer Fotografien aus dem Märkischen Viertel

„MV KANN KUNST“ hat gezeigt, dass es nicht nur eine Ausstellung ist, sondern ein Stück gemeinsames Gedächtnis. Und vielleicht auch ein Beweis dafür, dass im Märkischen Viertel mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht.


Zum Schluss noch etwas ganz Persönliches: Bei so vielen Gesichtern und Eindrücken an einem Tag kann es passieren, dass ich jemanden übersehe oder nicht direkt anspreche. Falls das bei dir so war, möchte ich mich von Herzen entschuldigen. Es war keine Absicht, und ich würde mich freuen, wenn du mir schreibst, damit ich dir persönlich sagen kann, wie sehr mich dein Beitrag zu dieser Ausstellung ehrt. Denn jede einzelne Erinnerung, jedes Bild und jedes Werk bedeutet mir sehr viel. Ganz liebe Grüße Lux

VonLux

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