Am Samstag (9. März 2026) war vor dem ehemaligen GESOBAU Hauptsitz am Wilhelmsruher Damm richtig was los. Schon kurz nach Beginn des Tags der Städtebauförderung waren viele Familien, Kinder und Bewohner aus dem Märkischen Viertel vor Ort. Zwischen Infoständen, Mitmachaktionen und Essensangeboten entstand ein Nachmittag, an dem viele miteinander ins Gespräch kamen.
Mehrere Projekte und Einrichtungen aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt stellten ihre Arbeit vor. Mit dabei waren unter anderem Franziska Hupke von der GESOBAU AG, der VIERTELpunkt (Schildkröte GmbH), Gemeinsam besser Essen, aus der Nachbarschaftsetage, das Projekt Jetzt erst Recht(e) von Innocence in Danger e.V und natürlich Lux von den Viertelreportern. Auch Korinna Stephan, Stadträtin für Stadtentwicklung in Reinickendorf, schaute zeitweise vorbei.
Viele Kinder zog das Kinderrechte Quiz von Jetzt erst Recht(e) an. An einem Glücksrad konnten Sofortgewinne, Nieten oder Fragen zu Kinderrechten gedreht werden. Wer eine Frage richtig beantwortete, durfte sich kleine Preise aussuchen. Dabei ging es unter anderem um das Recht auf Schutz vor Gewalt, das Recht auf Bildung oder das Recht auf Freizeit und Privatsphäre.




Das Projekt von Innocence in Danger e.V. richtet sich an Kinder der 2. bis 4. Klasse und beschäftigt sich über einen längeren Zeitraum mit Kinderrechten, Selbstbestimmung und Prävention. Vermittelt werden die Inhalte spielerisch und altersgerecht, unter anderem durch kreative Methoden, Projektwochen und gemeinsame Aktionen mit Familien und Fachkräften. Ziel ist es, Kinder darin zu stärken, ihre Rechte zu kennen, Grenzen wahrzunehmen und Unterstützung zu holen, wenn sie Hilfe brauchen.
Daneben gab es Kreativangebote, bei denen Kinder Schleuderbilder gestalten konnten. Die bemalten Karten wurden in einer kleinen Zentrifuge gedreht und anschließend zum Trocknen aufgehängt. Viele Kinder blieben länger an den Tischen sitzen und probierten verschiedene Farben und Muster aus.





Auch das Gewürzmemory sorgte für Interesse. Kinder und Erwachsene konnten frische und getrocknete Gewürze erriechen und vergleichen. In kleinen Gläsern lagen unter anderem Kaffee, Rosmarin, Salbei, Nelken, Zimt oder Mandarine. Viele versuchten zu erraten, welche Gerüche zusammengehören.







Für Essen sorgte Gemeinsam besser Essen vom Wilhelmsruher Damm 124. Vor Ort wurden frische Falafeltaschen zubereitet und kostenlos verteilt. Außerdem gab es Wasser für Besucher. Gerade am Nachmittag bildeten sich dort immer wieder kleine Gruppen, die gemeinsam aßen und sich unterhielten.






Das Projekt Gemeinsam besser Essen wird im Rahmen des Programms Sozialer Zusammenhalt gefördert und bringt regelmäßig Menschen aus dem Viertel zusammen. In der Nachbarschaftsetage am Wilhelmsruher Damm wird gemeinsam gekocht, gegessen und Zeit miteinander verbracht. Ziel ist es, Begegnung und Austausch im Alltag zu fördern.
Am Stand der Schildkröte GmbH konnten Besucher bei einem Viertelquiz mitmachen. Dabei ging es darum, Einrichtungen und Orte im Märkischen Viertel richtig zuzuordnen. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche Angebote im Viertel bereits bekannt sind und welche vielen Menschen noch nicht auffallen.




Eine weitere Aktion bestand aus mehreren transparenten Röhren, in die Besucher kleine Bälle werfen konnten. Gefragt wurde unter anderem, wie lange Menschen bereits im Märkischen Viertel leben und wie sie ihr Viertel wahrnehmen. Auffällig war dabei, dass viele angaben, schon länger als zehn Jahre im Märkischen Viertel zu wohnen. Auch bei der Frage, ob die Menschen ihr Viertel mögen, landeten die meisten Bälle im Bereich Daumen hoch.





Auch Viertelreporter Lux war vor Ort und kam mit den Besuchern ins Gespräch. Am Ende blieb der Eindruck, dass an diesem Nachmittag vieles sichtbar wurde, was sonst oft einzeln im Viertel stattfindet. Projekte, Einrichtungen und Menschen kamen an einem Ort zusammen. Für viele Besucher war es eine Gelegenheit, Angebote kennenzulernen, nachzufragen und einen direkten Blick auf die Arbeit im Märkischen Viertel zu bekommen.
