Mehr Menschen im Märkischen Viertel als Löwen auf der Erde

löwen

Manchmal helfen einfache Vergleiche, um Größenordnungen besser zu verstehen. Einer davon führt vom Märkischen Viertel hinaus in die Savannen Afrikas und nach Indien.

Weltweit leben nach aktuellen Schätzungen nur noch zwischen 20.000 und 30.000 Löwen in freier Wildbahn. Die meisten von ihnen leben in Ost und Südafrika. In Westafrika sind viele Populationen bereits verschwunden. In Asien gibt es nur noch eine kleine Gruppe des Asiatischen Löwen im Gir Nationalpark in Indien. Sie umfasst nur wenige hundert Tiere.

Die genaue Zahl der Löwen ist schwer zu bestimmen. Klar ist aber, dass ihr Bestand seit Jahrzehnten zurückgeht. Ursachen sind der Verlust von Lebensraum durch menschliche Besiedlung, Konflikte mit Viehhaltern und die zunehmende Zerschneidung ihrer Lebensräume. Kleine, isolierte Gruppen sind zudem anfälliger für Krankheiten und Inzucht.

Stellt man diese Zahlen dem Märkischen Viertel gegenüber, entsteht ein unerwarteter Vergleich. Ende 2024 lebten hier rund 41.254 Menschen. Für die Jahre 2025 und 2026 wird von einer stabilen bis leicht steigenden Einwohnerzahl ausgegangen. Je nach Entwicklung neuer Wohnprojekte könnten es zwischen 41.000 und 45.000 Menschen sein.

Damit leben im Märkischen Viertel mehr Menschen als es freilebende Löwen auf der gesamten Erde gibt. Selbst bei der höchsten Schätzung von 30.000 Tieren übersteigt die Einwohnerzahl des Viertels diese Zahl deutlich. Nimmt man die niedrigere Schätzung von etwa 20.000 Löwen, leben hier sogar mehr als doppelt so viele Menschen.


Der Vergleich sagt nichts über das Viertel selbst. Er zeigt aber, wie selten ein Tier geworden ist, das viele für selbstverständlich halten. Zahlen aus dem Alltag können helfen, globale Entwicklungen greifbarer zu machen. Manchmal reicht dafür ein Blick aus dem Märkischen Viertel hinaus in die Welt.

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