Abrissstart an der Gartenkolonie am Wilhelmsruher Damm, was jetzt passiert und was als Nächstes geplant ist

neubau

An der Kleingartenanlage am Wilhelmsruher Damm beginnt nach aktuellem Stand am Montag, 2. Februar 2026, der Abriss. Die Fläche liegt gegenüber vom Gartencenter Holland, nahe den Bahngleisen an der Grenze Richtung Pankow. Die landeseigene GESOBAU plant auf einem Teil des Grundstücks Wilhelmsruher Damm 82 ein Neubauprojekt mit rund 190 Mietwohnungen. Etwa die Hälfte davon ist als geförderter Wohnraum vorgesehen. Geplant sind sechs Wohnhäuser.

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Für den Neubau soll ein Teil der bestehenden Kleingartenanlage weichen. Konkret betrifft das 18 Gartenparzellen. Laut Ausschreibung sind außerdem die Parkfläche der Anlage sowie die bisherige Haupterschließung betroffen. Die übrigen 72 Parzellen im nördlichen Bereich sollen erhalten bleiben. Für sie ist eine neue Zufahrt erforderlich, da der bisherige Zugang durch die geplante Bebauung entfällt.

In den Unterlagen ist eine Fläche von 9.190 Quadratmetern genannt, auf der das Neubauprojekt entstehen soll. Als Mindestwohnfläche werden 11.423 Quadratmeter angegeben. Die Umsetzung ist im Rahmen der GdW Rahmenvereinbarung serielles und modulares Bauen 2.0 vorgesehen.

Zeitplan, der bisher genannt wurde

Die bekannten Eckdaten werden seit Anfang 2025 in mehreren Quellen ähnlich dargestellt.

Die betroffenen Parzellen sollten bis Frühjahr 2026 geräumt sein, sodass die Gartensaison 2025 noch abgeschlossen werden konnte. Daran schließt die Beräumung und der Abriss an. Der Baustart wird mit 2027 angegeben. Die Fertigstellung der Wohnhäuser ist bis Anfang 2029 vorgesehen. Als Kostenschätzung wurden rund 39 Millionen Euro genannt.

Zeitpläne dieser Art können sich im Verlauf eines Projekts verändern. Der Abrissbeginn markiert jedoch einen klaren Einschnitt, da damit die bisherige Nutzung des Geländes endet und die Fläche für die nächsten Planungsschritte vorbereitet wird.

Quelle des 3D-Modells: https://www.businesslocationcenter.de/berlin3d-downloadportal

Was die GESOBAU für die Betroffenen organisiert hat

In unserem Beitrag vom Januar 2025 ist beschrieben, wie die GESOBAU den Übergang begleitet hat

Genannt wurden eine Informationsveranstaltung im November 2024 sowie moderierte Einzelgespräche in den Kalenderwochen 48 und 49 des Jahres 2024. Außerdem wurde eine Pauschalentschädigung für alle Betroffenen angekündigt, unabhängig von der individuellen Gestaltung der jeweiligen Parzelle. Dieser organisatorische Teil ist in der öffentlichen Darstellung oft weniger sichtbar als Bauzahlen und Zeitpläne. Er umfasst die Abwicklung von Pachtverhältnissen, Fristen, Rückbau, Gespräche und finanzielle Regelungen.

Das Märkische Viertel ist in einer Phase entstanden, in der Berlin kurzfristig Wohnraum schaffen musste. Diese Geschichte prägt das Gebiet bis heute. Neubauprojekte knüpfen an diese Entwicklung an. Für viele Menschen ist die Verfügbarkeit von Wohnungen, insbesondere von bezahlbarem Wohnraum, eine konkrete Alltagsfrage. Gleichzeitig standen auf dem Gelände Orte, die über viele Jahre genutzt wurden. Wer dort gepachtet hat, hat Zeit, Geld und Arbeit investiert. Dass Verträge enden können, ist Teil des rechtlichen Rahmens. Mit dem Abriss endet jedoch auch die Nutzung eines über lange Zeit bestehenden Ortes.

Links und Quellen zum Nachlesen

Beitrag von uns aus dem letzten Jahr
https://xn--mrkischesviertel-vnb.de/neubauprojekt-wilhelmsruher-damm-82-neuer-wohnraum-fuer-berlin/

Ausschreibung Bauportal Deutschland
https://www.bauportal-deutschland.de/oeffentliche_ausschreibung_vobvol_details_13439_Berlin_Projektsteuererleistungen_GUE_2829427.html

Weitere Ausschreibungsseite
https://ausschreibungen-deutschland.de/2267548_Deutschland__Projektmanagement_im_Bauwesen__Projektsteuererleistungen_GUE_2025_Berlin

GESOBAU Neubauprojekte Übersicht
https://www.gesobau.de/wohnungsbau/neubauprojekte/#m-tab-0-imbau

Bericht Entwicklungsstadt
https://www.entwicklungsstadt.de/maerkisches-viertel-gartenlauben-muessen-fuer-neue-wohnungen-weichen

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