Wiedersehen mit alten Bildern

VonLux

24. Juni 2026
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Manchmal wird aus einer historischen Aufnahme wieder etwas Gegenwärtiges.

Zu den Menschen, die unsere Zeitreiseausstellung durch das Märkische Viertel möglich gemacht haben, gehört auch Ulrich Wicke. Einige der Fotografien, die heute am Bauzaun des Märkischen Zentrums, im Kunstraum und auch in unserer Ausstellung zur Berliner Mauer im Stadtteilzentrum Ribbeck-Haus zu sehen sind, stammen aus seinem privaten Fotoalbum.

Als wir vor einiger Zeit nach historischen Bildern aus dem Viertel fragten, meldete sich Ulrich. Er stellte nicht nur seine Aufnahmen zur Verfügung, sondern digitalisierte zahlreiche Negative und Fotos noch einmal in hoher Auflösung. Dadurch konnten Bilder erhalten werden, die sonst vermutlich weiterhin in Ordnern und Schubladen gelegen hätten.

Anfang Juni kam er nun selbst ins Märkische Viertel. Obwohl er seit vielen Jahren nicht mehr hier lebt, nahm er die Reise auf sich, um die Ausstellungen zu besuchen und die Orte wiederzusehen, die einst Teil seines Lebens waren.

Dabei entstand ein Foto, das uns besonders gefreut hat. Es zeigt Ulrich vor dem Bauzaun des Märkischen Zentrums, direkt neben einigen seiner eigenen Aufnahmen. Bilder, die er vor Jahrzehnten gemacht hat und die heute vielen Menschen einen Blick in die Geschichte des Viertels ermöglichen.

Wer vor den Fotografien steht, sieht die Perspektive eines Menschen, der damals dort war, den Auslöser gedrückt hat und einen Moment festgehalten hat, der heute Teil einer gemeinsamen Erinnerung geworden ist.

Auch im Stadtteilzentrum Ribbeck-Haus begegnete Ulrich seinen eigenen Bildern wieder. Einige seiner Aufnahmen wurden dort in die Ausstellung zur Berliner Mauer am Märkischen Viertel aufgenommen. Darunter befindet sich auch ein Blick über die Mauer Richtung Rosenthal sowie die bekannte Aufnahme vom Wilhelmsruher Damm aus dem Jahr 1986.

Für uns ist das einer der schönsten Aspekte dieser Projekte. Fotos werden nicht nur betrachtet. Sie finden ihren Weg zurück zu den Menschen, die sie gemacht haben. Und manchmal stehen diese Menschen dann viele Jahre später vor ihren eigenen Bildern und betrachten eine Zeit, die längst vergangen ist.

Lieber Ulrich, vielen Dank für dein Vertrauen, für die bereitgestellten Fotos und dafür, dass du uns immer wieder unterstützt hast, wenn wir Fragen hatten. Vor allem aber danke, dass du diese Erinnerungen mit den Nachbarn im Märkischen Viertel teilst.

Ohne Menschen wie dich gäbe es viele dieser Geschichten heute nicht mehr zu sehen.

VonLux

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