Heute Morgen im Kaufland im Märkischen Viertel ist mir etwas aufgefallen, das ich gern teilen möchte.

Ich stand zuerst beim Obst und habe mir eine Packung Physalis genauer angesehen. Durch die Hülle erkennt man nicht immer, ob innen alles in Ordnung ist. Also habe ich mit der Taschenlampe meines Handys kurz durchgeleuchtet. Danach ging es weiter durch den Markt, Gemüse, Konserven, später zur Kartoffelmilch.

Währenddessen sind mir mehrere Blicke begegnet, die ich so nicht kannte. Eine ältere Dame, die sonst grüßt, ging zügig vorbei. Eine Frau mit Einkaufswagen zog ihn dicht an sich, schaute kurz zu mir, als ich daneben stand und wechselte die Seite.

Erst später fiel mir auf, was der Grund gewesen sein könnte. Die Taschenlampe am Handy war noch eingeschaltet. Ich hatte zwischendurch immer wieder auf meinen digitalen Einkaufszettel geschaut. Das Licht zeigte nach vorn. Von außen konnte das anders wirken, als es gemeint war.

In solchen Momenten merkt man, wie schnell Annahmen entstehen. Wer jemanden mit Handy und Licht in der Hand sieht, denkt vielleicht eher an ein Foto oder ein Video als an einen Einkaufszettel. Wer die Hintergründe nicht kennt, ergänzt sie im Kopf.

Vielleicht hätte ein kurzer Hinweis geholfen, so blieb es bei Blicken. Im Alltag hier im Märkischen Viertel begegnen wir uns oft nur für kurze Zeit. Wir sehen einen Ausschnitt und machen uns ein Bild. Oft hilft ein kurzer Satz mehr als ein Blick.

VonLux

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert