Das erste Wochenende des Jahres 2026 hat dem Märkischen Viertel Schnee gebracht. Gesterrn am Samstag, dem 3. Januar, lag zum ersten Mal in diesem Jahr wieder eine geschlossene Schneedecke. Für viele war das der Anlass, nach draußen zu gehen. Schon am Vormittag waren Wege, Wiesen und Hänge belebt. Schlitten wurden aus Kellern geholt, Schneemänner entstanden an vielen Ecken im Viertel.
Besonders toll war es auf dem Müllberg/Lübarser Höhe. Auch der Rodelberg am Senftenberger Ring Nord war stark genutzt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene fuhren nebeneinander den Hang hinunter, warteten, liefen wieder hoch, lachten, riefen sich zu. Es waren Bilder, die man im Alltag des Viertels nicht oft sieht.
Bei meinem Rundgang durchs Viertel zeigte sich der Schnee in vielen kleinen Szenen. Schneemänner standen auf Grünflächen, vor Häusern, an Wegrändern. Manche sorgfältig gebaut, andere schlicht zusammengeformt. Einige hielten nicht lange. Auch das gehört dazu. Unterschiedliche Menschen gehen unterschiedlich mit dem Schnee um.
In der Wesendorfer Straße kam es zu einer kurzen Begegnung mit zwei Jugendlichen, die lachend Schneebälle nach mir warfen. Es blieb ein Moment, der zeigte, wie ungezwungen der Tag war. Im Park rannten Jugendliche durch den Schnee, warfen sich Schneebälle zu und verschwanden zwischen den Bäumen. Menschen waren ohne Smartphone in der Hand unterwegs, beschäftigten sich miteinander und mit dem Schnee.
Auch heute liegt noch Schnee im Märkischen Viertel. Die Wege sind weiß, die Bäume tragen eine dünne Schicht, die Kulisse wirkt verändert. Der Winter ist spürbar angekommen.














Es haben uns Leser Fotos aus dem Viertel geschickt. Außerdem hat Viertelreporter Kiez im Visier Videos vom Rodeln an der Lübarser Höhe zur Verfügung gestellt. Sie zeigen volle Hänge und Menschen, die den Schnee nutzen. Solche Eindrücke bleiben oft nur kurz. Umso wertvoller ist es, sie festzuhalten und zu teilen.
Der Schnee wird wieder verschwinden. Zurück bleiben Erinnerungen an ein Wochenende, an dem das Viertel nach draußen gegangen ist und sich den Winter genommen hat, solange er da war.
