In den vergangenen Wochen mussten wir immer wieder, über Paketbenachrichtigungen durch Fake-SMS (SMS-Spam-Nachrichten) berichten. Regelmäßig erhalten wir Nachfragen und Vermutungen, wie die Telefonnummern überhaupt an die sogenannten Cyberkriminellen geraten sind und nun haben wir ein paar interessante Infos dazu zusammengetragen.

Die Hinweise verdichten sich, dass die betroffenen Telefonnummern durch eine Datenpanne bei Facebook an dritte geraten sind. Bislang ist es zwar nur eine unbestätigte Theorie und selbst wenn sie der Wahrheit entspricht, sollte man nicht nur Facebook die Schuld geben und denken das reicht. Solche „Leaks“ kommen oft von Mitarbeitern, ehemaligen Angestellten, Fehlern im System oder natürlich auch Hacker-Angriffen.

Ob bei der Deutschen Bahn, dem Gesundheitswesen, Apple IPhones, Google Fotos, Mastercard, Amazon usw. Datenpannen gibt es nicht nur bei Facebook, es ist also kein Grund gleich das Portal zu verlassen. Da die Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten meldepflichtig ist, lässt sich da auch unter folgendem Link wunderbar einsehen: https://www.robin-data.io/datenschutz-akademie/news/beispiele-fuer-datenpannen-im-datenschutz

Kurz gesagt, sowas geschieht leider überall auf der Welt. Doch nun haben Cyberkriminelle Zugang zu sensiblen Daten (Informationen wie Namen, Email-Adressen, Handynummern, Orte oder auch Geburtsdaten) von Millionen Nutzern auf der Welt und auch unserer Leser. Selbst die Handynummer von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist betroffen.

Bei uns von märkischesviertel.de ist Redakteur Matze betroffen und erhält regelmäßig tolle Paketbenachrichtigungen, von Paketen die es nicht gibt. Daher möchten wir noch mal direkt drauf hinweisen, dass man auf die in den SMS aufgeführten Links nicht klicken sollte. Ihr werdet sonst wohlmöglich auf Malware-Internetseiten geleitet. Denn das Ziel der Cyberkriminellen ist es, noch mehr Daten von euch zu erlangen und da sollte man definitiv nicht mitspielen. Doch was kann man jetzt tun? Schließlich lassen sich einem nicht bekannte Telefonnummern, nicht im Vorfeld sperren? Jedenfalls nicht, wenn man für andere „neue“ Kontakte/Kunden/Bekannte weiterhin erreichbar sein möchte. Rückgängig machen lässt sich das mit der Telefonnummer jedenfalls nicht.

Redakteur Matze hat aber eine interessante Seite im Internet gefunden, auf der ihr euer Facebook-Profil zumindest überprüfen lassen könnt, ob es von der Datenpanne betroffen war/ist. Der Test gibt einen keine hundertprozentige Sicherheit, da sich zwar sehr viele, aber nicht alle gestohlenen Daten überprüfen lassen. Bei uns in der Redaktion war die Trefferquote aber stark, denn Matze ist leider positiv und die anderen Redakteure, die keine Fake-SMS erhalten haben negativ. Also habt ihr Fake-SMS, also Paketbenachrichtigungen jeglicher Art erhalten, besucht doch mal diese Seite und kopiert eure Profil-URL, also den Link zu eurer Facebookseite in das Formular und klickt auf „Überprüfen“. Auf einer anderen Internetseite könnt ihr sogar eure Handynummer überprüfen. Dort anstatt der 0 am Anfang eurer Nummer, tragt ihr ein „+49“. Fängt eure Nummer also mit 0176 an, tragt ihr dort +49176 und natürlich den Rest eurer Nummer ein.

Man sollte sich allgemein belesen und auf dem laufenden halten. Schließlich bringt man seinen Kindern schon früh bei, wie das Schloss der Wohnungstür zu benutzen ist. Bei der Sicherheit im Internet sollte das nicht anders sein.

Wir fassen noch mal zusammen:

  • erhältst du potentielle Fake-SMS Benachrichtigungen
  • Fällt die Überprüpfung des eigenen Profils auf der Seite https://fbleak.freddygreve.com/ oder https://haveibeenpwned.com/ positiv aus

Dann achtet bei eingehenden SMS immer darauf, ob der Absender auch wirklich der erwähnte Dienstleister ist, denn eigentlich versenden DHL und co. keine SMS, sondern Mails, an ihre Kunden. Das erkennt man direkt am Link oder der Telefonnummer des Absenders. Nichts im Internet ist 100% sicher, wie in der normalen Welt auch, nur online ist man von überall aus angreifbar. Rückgängig machen lässt sich die aktuelle Datenpanne leider nicht, vielleicht sollten die betroffenen Personen sogar darüber nachdenken, vorsichtshalber die Sim Karte zu tauschen. Einfach unglaublich ärgerlich sowas.

Weitere nützliche Tipps, wie man sich schützt oder was zu tun ist, wenn man auf solch eingegangene Links bereits gedrückt hat, bekommt ihr auf dieser Internetseite oder dieser hier.

Die Beitrags-Grafik dient der Veranschaulichung und ein Teil davon, stammt von Pixabay.com


Von Lux

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